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Dienstag, 8. Mai 2012

Geheimnisträger

Am liebsten würde ich jedem von unserem kleinen großen Geheimnis erzählen. Manchmal denke ich, mir sieht man es an. Und manchmal wünschte ich, es wäre bekannt, dann könnte ich vielleicht mal langsamer auf der Arbeit laufen oder einfach mal eine Stunde später zur Arbeit gehen, weil mir morgens so schummerig ist. . Dem Raucher an der Bushaltestelle einfach vor die Füße... Einen Platz im Bus kriegen, weil ich so unsäglich müde bin. Gerade die ersten Wochen einer Schwangerschaft sind so entscheidend und dennoch so unsichtbar.
Vorhin habe ich es dem Teeniesohn gesagt. Er soll sich nicht wundern, dass ich jetzt etwas müder bin, als sonst und vielleicht ein bißchen Rücksicht nehmen. Er hat es gefasst aufgenommen. Seine größte Sorge ist, dass er nun doch sein Zimmer teilen muss. Er hätte übrigens gerne noch eine Schwester ;-)

Sorgen

Heute bin ich weinerlich. Und ich mache mir Sorgen. Nach meiner groben Schätzung dürfte ich Ende der 9. Woche sein. Und ich verspüre schon Vorwehen. Ich kenne das schon aus den letzten beiden Schwangerschaften, in denen ich einmal bereits ab der 20. Woche Vorwehen hatte und einmal schon ab der 13. Woche. Das ist sehr belastend und schränkt mich im Alltag ein. Der Bauch zieht und verkrampft sich, es kribbelt von Kopf bis zu den Füßen, ich kriege schlecht Luft und kann mich kurzzeitig nicht bewegen. Das ist mir heute tagsüber auf der Arbeit teilweise mehrmals in der Stunde passiert. Nicht gut. Ich nehme jetzt extra Magnesium ein und hoffe, ich komme über die Runden.
Einen Arzttermin habe ich in einer Woche. Ein guter Zeitpunkt, den Arzt zu wechseln. Seit meinem Umzug von Berlin nach Hamburg hatte ich nur eine Zwischenlösung, sozusagen. Der Arzt war mir nicht sympathisch und ich möchte von ihm nicht in einer Schwangerschaft betreut werden. Jetzt werde ich in eine neu eröffnete Praxis mit einer jungen Ärztin gehen, die auch naturheilkundlich arbeitet. Ich denke, sie wird eher meinen Anforderungen entsprechen.
Sobald ich Näheres weiß, werde ich mich um eine Hebamme kümmern. Ich strebe eine Hausgeburt an, einfach weil die letzten beiden Geburten so dermaßen rasant verliefen und deshalb wenig Zeit bleibt, irgendwo hinzufahren. Mir ist sehr wichtig, von einer Hebamme in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett kontinuierlich betreut zu werden.

Sonntag, 6. Mai 2012

Was ich im Moment mag...

Zum Glück beginnt jetzt die Saison von frischem Obst und Gemüse. Die kleine Wassermelone hat zwar 14 Euro gekostet, ich konnte aber nicht widerstehen. Kalt aus dem Kühlschrank esse ich sie am liebsten. Die ersten deutschen Erdbeeren und der frische Spinat sind im Biomarkt auch mit im Korb gelandet. Vom Orangen-Karottensaft könnte ich die ganze Flasche auf einmal austrinken.
Klar, dass mir mein Körper mit diesem Verlangen etwas sagen will. Gerade in den ersten Wochen einer Schwangerschaft bilden sich alle Organe und das Nervensystem in dem Minizellhaufen in meinem Bauch aus. Da braucht es viele Vitamine und Mineralstoffe. Gut, dass sich das Verlangen mit meiner Fruktoseintoleranz verträgt. Hat wohl alles seinen Sinn.
Für den Tag auf der Arbeit habe ich mir ein paar Knabbereien besorgt. Ich weiß aus den vergangenen Schwangerschaften, dass ich ziemlich schnell unterzuckert bin, deshalb muss ich vorsorgen.




Samstag, 5. Mai 2012

Befinden

Nun, da ich weiß, daß ich schwanger bin, fügen sich so einige Puzzleteile zusammen. In den letzten Wochen schon habe ich sehr intensiv geschmeckt. Mochte nur noch wenige Lebensmittel. Seit ein paar Tagen habe ich überhaupt keinen Appetit mehr. Einige Nächte lag ich schon wach und befürchtete, eine sehr schlimme Krankheit zu haben, weil ich mich so merkwürdig fühlte. Ich bin schon länger ziemlich müde und mir ist oft schwindelig. Mein Bauch war um die Mitte herum irgendwie prall und ich wollte schon mit einer Diät anfangen. Nun ergibt das alles immerhin einen Sinn.
Da ich einen sehr unregelmäßigen und langen Zyklus hatte, kann ich nicht genau sagen, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Wenn man nach der normalen Rechnung geht, die vom 1. Zyklustag an die Schwangerschaftswochen berechnet, müsste ich schon in der 9. Woche sein. Unglaublich. Erst ein Arzttermin kann Klarheit bringen, denn am Anfang einer Schwangerschaft kann man beim Ultraschall mithilfe der Maße des Embryos die Schwangerschaftswoche bestimmen. Auch ein zweiter Schwangerschaftstest, den ich nur zur Sicherheit machte, schlug übrigens sofort an.


Freitag, 4. Mai 2012

Ich mag die 4

Die Vier ist die natürliche Zahl zwischen drei und fünf. Sie ist gerade und eine Quadratzahl.


Nachdem ich in den letzten Tagen so unsäglich müde war und überhaupt keinen Hunger hatte, kam mir das sehr seltsam vor. Es gibt nur wenige Augenblicke in meinem Leben, in denen mir mein Befinden seltsam vorkam. Die meisten davon hatten mit einer Schwangerschaft zu tun. Also bestellte ich bei Amazon einen Schwangerschaftstest, der heute Morgen geliefert wurde. Die Spitze des Tests war gerade mit Urin benetzt, da sprang mich schon diese unglaublich dicke fette blaue Linie, die eine Schwangerschaft anzeigt, an. Eindeutig! Meine Knie zitterten und meine Ohren rauschten. Ich duschte und legte mir die passenden Worte für meinen Mann zurecht. Der freute sich und wir umarmten uns. Er hatte es schon eher als ich geahnt. Unser viertes Kind hat sich also angekündigt.


Nummer Vier, willkommen bei uns!