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Freitag, 5. Oktober 2012

Letzter Arztbesuch

Gestern war ich voraussichtlich das letzte Mal in dieser Schwangerschaft bei meiner Ärztin. Um die 30. Woche herum steht ein Ultraschall an, bei dem überprüft wird, ob sich das Baby zeitgerecht entwickelt.
Vorher wurde noch ein CTG geschrieben. Zwei Messfühler werden um den Bauch gelegt. Einer zeichnet die kindlichen Herztöne auf, der andere eventuell vorhandene Wehen. Auf der Wehenkurve waren einige kleinere Vorwehen zu erkennen. Ich merke diese natürlich auch, der Bauch wird von unten nach oben hart, es kribbelt im ganzen Körper, es bleibt eine Weile so und ebbt dann langsam wieder ab. Im Grunde wie unter der Geburt, nur dass das Ziehen im Muttermund fehlt und ich diese Vorwehen nicht durch Veratmen lindern muss. Das ist im Moment auch ganz gut so, denn das dürfte noch nicht sein. Dem Baby geht es dabei gut. Das CTG-Gerät mögen Babys nicht, meine Kinder sind dabei jedes Mal sehr zappelig und treten, wie mit Absicht, direkt gegen den Messfühler. Oder sie tauchen ab und man muss den Herzschlag erneut suchen. Deshalb gibt es auf der Herztonkurve vom Baby einige Aussetzer.
Beim Ultraschall wurde das Baby kurz vermessen. Kopfdurchmesser, Rumpf und der Oberschenkelknochen. Anhand der Daten kann die Größe geschätzt werden. Knapp 40 cm ist unser Adventsbaby schon groß! Es ist auch immernoch eindeutig ein Junge. "Jungs sind sehr zeigefreudig." meinte die Ärztin dazu. Naja, was sollen sie sonst machen ;-)
Die folgenden Vorsorgeuntersuchungen bis zur Geburt finden nun alle zwei Wochen statt. Dazu kommt unsere Hebamme wieder zu uns nach Hause.

CTG-Gerät
unten: Babyherztöne, oben: einige kleine Vorwehen

Donnerstag, 6. September 2012

Schonung

Heute war ich bei meiner Ärztin. Ich wurde an das CTG, also an einen Wehenschreiber, angeschlossen. 20 Minuten wurden dokumentiert und es waren tatsächlich ein paar mittlere Kurven zu sehen. Vorwehen. Bei der anschließenden Untersuchung war aber zum Glück alles in Ordnung und noch so, wie es sein soll. Jetzt bin ich erstmal bis Ende September krank geschrieben. Ich soll mich schonen und Magnesium zur Wehenhemmung nehmen. Mache ich.

Sonntag, 26. August 2012

Neue Strümpfe

Ab jetzt brauche ich mir für die nächsten Monate keine Gedanken mehr darüber machen, welche Strümpfe ich anziehe. Es werden diese Maßgefertigten hier sein:


Seit ein paar Jahren habe ich an meinem, durch Autounfall und Bandscheibenvorfall lädiertem, linken Bein am inneren Knöchel ein paar sogenannte Besenreiser. Im Laufe der letzten Wochen ist die Stelle plötzlich warm geworden und die Adern etwas dicker. Normale Socken haben genau an dieser Stelle gedrückt. Das war ziemlich unangenehm.
Auch waren meine Beine am Abend etwas dicker, was auf Wassereinlagerungen auf Grund der hormonellen Umstellung in der Schwangerschaft hinwies. Ich habe also von meiner Frauenärztin ein Rezept für Kompressionsstrümpfe bekommen. Damit bin ich in ein Sanitätshaus gegangen, wo meine Beine von oben bis unten genau ausgemessen wurden. Dann wurden die Strümpfe in Auftrag gegeben. Es reichen zum Glück Kniestrümpfe aus. Ich habe mir schwarze ausgesucht, weil ich sowieso immer schwarze Hosen und schwarze Schuhe anhabe. Heute habe ich die Strümpfe das erste Mal angezogen. Sie sind extrem dicht und fest, so dass das Anziehen schon ein kleiner morgendlicher Kraftakt war. Ich schätze mal, wenn mein Bauch noch größer geworden ist, muß der Liebste mein Pfleger sein und mir dabei helfen. Das Tragegefühl ist aber sehr angenehm. Meine Beine fühlen sich leicht und schlank an. Prima.




Donnerstag, 19. Juli 2012

Ein Junge!

Heute Morgen waren der Liebste, die beiden Kleinen und ich zusammen bei meiner Ärztin. Die 2. obligatorische Ultraschalluntersuchung stand an. Der Kleinste stürmte ins Untersuchungszimmer und beim Anblick des futuristischen gelben Behandlungsstuhls rief er laut "Hurra!", weil er den Stuhl für ein Klettergerät hielt. Ich legte mich auf die Liege und die Familie postierte sich um den Monitor der Ärztin drumherum. Diese fuhr mit dem Schallkopf über meinen Bauch. Auf dem Monitor sahen wir den Kopf, die Wirbelsäule, das schlagende Herz, die Arme, die Oberschenkel und noch einige (für uns)  surreale Landschaften. Das Kind lag ziemlich eingekuschelt in der Gebärmutter. Die Tochter sagte dann: "Mama, Du willst doch wissen, was es ist!" Aber klar! Und das Kind tat uns den Gefallen und zeigte uns den Beweis: ein kleiner Junge möchte in unsere Familie kommen! Er ist völlig zeitgerecht entwickelt und allem Anschein nach auch völlig gesund, was mich sehr beruhigt. Damit war die Untersuchung auch beendet.
Ich hatte keinen bestimmten Wunsch an das Geschlecht des Kindes. Auch kein Gefühl, was es sein könnte. Deshalb ist es in Ordnung, wie es ist. 
So eine Offenbarung ist aber auch immer Begrüßung und Abschied zugleich von verschiedenen Vorstellungen. Begrüßung des kleinen Jungen in unserer Mitte. Immer wieder Murmeln des neuen Namens, um sich an den Klang zu gewöhnen. Imaginäres Hervorkramen der Jungsbabysachen. Gleichzeitig Abschied von der Vorstellung, wie es wäre, noch ein kleines Mädchen in unserer Familie zu haben. Leises Bedauern, den schönen Namen höchstwahrscheinlich nie vergeben zu dürfen. Und die kleinen rosa Strampler bleiben in der Kiste.

Sonntag, 15. Juli 2012

Fast Halbzeit

Am Ende unseres Urlaubes in Angeln kriege ich wiedermal Vorwehen. Kenne ich schon. Aber diesmal ziehen sie irgendwie nach unten. Ich mache mir Sorgen und bin weinerlich. Ich nehme Kontakt mit meiner Hebamme auf. Oberstes Gebot: Ausruhen! Ich nehme Schüssler Salz Nr.7, Magnesium. Am Abend auch aufgelöst in heißem Wasser "Heiße7" genannt. Danach geht es mir tatsächlich besser. Ich bin ganz ruhig und schlafe seit langem mal wieder fast durch. In der Bahnhofsapotheke bestelle ich Toko-Öl, das ich schon in allen vorangegangenen Schwangerschaften benutzt habe.
Die Gebärmutter hat meinen Bauchnabel erreicht. Ab und zu spüre ich das Baby stupsen. Dann, aber auch nur dann, wird mir bewusst, dass da wirklich ein neues Kind heranwächst. Erstaunlich, wie wenig es im Alltag eine Rolle spielt. Schade eigentlich. Ich überlege, etwas für das neue Baby zu kaufen. Irgendwas. Aber mir fällt nichts ein. Wir haben alles da, was ein Baby benötigt.
In der nächsten Woche steht ein Arztbesuch mit Ultraschall an. Ich hoffe, es ist alles in Ordnung. Und vielleicht kann man sehen, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Ich will es wissen, ich bin doch viel zu neugierig.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Besuch bei der Ärztin

Obwohl ich in dieser Woche schon eine Vorsorge mit meiner Hebamme hatte, habe ich den Arzttermin trotzdem wahrgenommen. Wir haben nur gesprochen, ich wurde nicht weiter untersucht. Ich wollte einfach noch ein paar Dinge klären. Zum Beispiel, dass ich die Vorsorgen hauptsächlich von der Hebamme vornehmen lassen werde. Auf meinen Hinweis, dass ich eine Hausgeburt anstrebe, sagte die Ärztin nur: "Hm, das hat alles seine Vor- und Nachteile."
Weiß ich ja.