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Dienstag, 20. November 2012

Wehen

Jeden Abend. Alle 10 Minuten.
Wie soll ich denn so erkennen, dass die Geburt wirklich losgeht?
In der letzten Nacht bin ich sogar von einer Wehe aufgewacht. Die war richtig toll und hat schön gezogen. Das ist mir noch nie passiert. Am Morgen war aber alles wieder ruhig.
Tagsüber habe ich mit einer sehr schmerzenden Symphyse zu tun. Ich laufe... äh... watschle im Schneckentempo. Rutschiges, nasses Laub auf den Wegen ist mir nicht geheuer. Macht alles keinen Spaß mehr.
Noch 23 Tage.

Montag, 19. November 2012

Alles durchspielen...

Wie funktioniert das nun mit so einer Hausgeburt und den Geschwistern? Gute Frage.
Das Spannende an einer Geburt ist ja, dass man nie weiß, wann und wie sie losgeht.
Wir haben da verschiedene Pläne und eine lange Telefonliste für die unterschiedlichsten Tages- und Nachtzeiten.
Am einfachsten wäre die Variante: wir bringen die Kinder ins Bett und das Baby kündigt sich an. Unsere Hebamme betreut seit langer Zeit Hausgeburten und kann aus Erfahrung sagen: die Kinder schlafen meistens durch und bekommen nichts vom Geschehen mit. Sollten sie doch aufwachen, würde sich der Liebste kümmern, denn die Hebamme ist ja bei mir. Außerdem wäre in der Nacht die Hebamme am schnellsten bei uns zu Hause. Der Straßenverkehr ist gering. Das wäre meine Wunschvariante. In der Nacht das Baby zur Welt bringen und morgens mit den Geschwistern bestaunen und bekuscheln.
Tagsüber sind alle Kinder im Kindergarten oder in der Schule. Die beiden Kleinen haben einen Platz von 8 bis 16 Uhr. Zur Not könnte bis 18 Uhr aufgestockt werden. Wir haben verschiedene Freunde im Umkreis, die die beiden Kleinen vom Kindergarten abholen könnten. In unserem Nachbarhaus wohnt eine Familie, die auch kurzfristig einspringen könnte. Der Teenie könnte mit zu einem Freund gehen. Am Tag würde die Hebamme am längsten zu uns brauchen, weil sie in der gesamten Stadt Hausbesuche macht und der Verkehr viel dichter ist.
Sollten wir doch weg müssen, stehen verschiedene Freunde bereit, um sich um die Kinder zu kümmern.
Bei meinen rasanten Geburtsverläufen bleibt leider sehr wenig Zeit zum Organisieren. Das ist das, was mich wirklich daran stört. Andererseits müssen die Kinder so nicht tagelang von jemandem betreut werden. Es bleibt spannend.
Noch 24 Tage.

Freitag, 16. November 2012

Vorsorgebesuch

Ich erzähle der Hebamme vom letzten Wochenende, den Senkwehen und meiner Weinerlichkeit. Und heule gleich schon wieder los. Sie sitzt mir am Tisch gegenüber und strahlt mich an. "Da tut sich was!" Wir freuen uns beide und lachen über diese irren Hormone.
Als sie später meinen Bauch abtastet und das Baby fühlt, ist deutlich spürbar, dass der Kopf des Babys mit meinem Becken Kontakt aufgenommen hat. Das ist ein sicheres Zeichen, dass es Richtung Geburt geht. Ich staune über mein gutes Körpergefühl, das mir das schon bestätigt hat.
Und ab jetzt habe ich die Supergeheimnummer des Geburtshandys der Hebamme :-)

Donnerstag, 15. November 2012

Hallo 37. Woche!

Hallo Rufbereitschaft der Hebamme! Ab jetzt darf unser Baby zu Hause geboren werden. Ein wichtiger Meilenstein für mich, denn ab jetzt darf ich entspannt zu Hause bleiben, wenn sich die Geburt ankündigt.
Hallo Himbeerblättertee! Darauf schwöre ich! Dieser Tee wirkt entspannend und krampflösend auf die Muskulatur und fördert eine schnelle Geburt. Kann ich nur bestätigen.
(Achtung! Der Tee sollte wegen seiner geburtsfördernden Wirkung erst ca. ab der 36. Woche getrunken werden! Lass Dich von Deiner Hebamme beraten.)
Hallo Beistellbettchen! Endlich hat der Liebste es aus dem Keller befreit. Bei meinem Großen vor 14 Jahren waren mir diese Betten unbekannt. Ich habe ihn nachts stundenlang getragen und in den Schlaf gesungen. Meine beiden Kleinen durften dann in dem Babybalkon liegen. Wie praktisch! Das Kind liegt direkt neben mir, aber ich habe Platz in meinem Bett. Nächtelang bin ich mit kleinen Fingerchen in meiner Hand eingeschlafen.




Kanne von Bodum