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Sonntag, 6. Januar 2013

21 Tage

3 Wochen ist unser Adventssonntagsjunge schon bei uns.
Was soll ich sagen? Wir sind total entspannt. ER ist total entspannt. Im Grunde fällt der Kleine gar nicht auf. Er liegt immer in unserer Nähe. Ist er wach, schaut er mit seinen blauen Kulleraugen in der Gegend rum. "Es dauert immer 3 Sekunden, bis er etwas checkt." sagt der Teenie. Aber immer öfter ist dem Adventsjungen anzumerken, dass er mit seinem Blick etwas verfolgt. Wird er angesprochen, strampelt er und zieht Grimassen.
Im größten Trubel kann er einschlafen. Beim ersten Kind bin ich in der Wohnung geschlichen, um es bloß nicht zu wecken. Jetzt ist klar, Kinder schlafen am besten mit den gewohnten Geräuschen um sich herum. Und in der Nacht, wenn alles viel zu ruhig ist, ist der Adventsjunge immernoch gerne gegen Mitternacht wach. Er liegt zwischen uns auf seinem Schaffell. In seinem Beistellbettchen, das ich in der Schwangerschaft unbedingt aufgebaut haben wollte, hat er noch nicht ein Mal gelegen.
Mir geht es insgesamt richtig gut. Ich übernehme immer mehr Aufgaben im Haushalt und kann wieder die gewohnte Ordnung herstellen. Jetzt dürften so langsam meine Bauchmuskeln wieder ihre Arbeit aufnehmen, denn am Ende des Tages zwickt es etwas im Rücken. Ganz bald will ich wieder zum Aquafitness gehen. Da freue ich mich schon drauf.
Ach, ich vergaß: unsere Hebamme, die natürlich in den letzten knapp 8 Monaten eine wichtige Rolle für mich spielte, wird uns in 2 Wochen das letzte Mal besuchen. Wir werden die Zeit ihrer Betreuung rekapitulieren und zusammen auf die Geburt zurückblicken. So ein Abschied ist jedes Mal schwer für mich, denn diese Zeit gehört für mich zu den herausragendsten meines Lebens. Alle meine Hebammen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Zeit rund um die Geburten meiner Kinder auch zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens gehört. Ich bin so froh und dankbar, dass ich nur gute Erinnerungen haben darf und werde diese Dankbarkeit mein Leben lang in mir tragen.

Das war mein letzter Eintrag hier im Schwangerschaftsblog. Jetzt geht es wieder wie gewohnt drüben weiter. Vielen lieben Dank fürs Mithibbeln und alle guten Wünsche!

Wer mich etwas fragen möchte, darf das gerne hier tun. 


ein kurzes Bad zwischendurch

Sonntag, 30. Dezember 2012

14 Tage

14 Tage ist die Geburt unseres Adventsjungen nun schon her.

Irgendwie scheint es ewig her, dass ich jeden Abend heulend dasaß und die Geburt herbeigesehnt habe. Was war das blöd! Ich bin so froh, dass das vorbei ist. Diese Ungewissheit, dieses Zurückgeworfensein auf meinen Körper. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Ja, ja... Aber kleine und größere Zipperlein und Schmerzen an allen Ecken und Enden des Körpers, gegen die man nicht mal Medikamente nehmen darf oder will, machen das Ganze letztendlich nicht unbedingt zu einem Vergnügen.
14 Tage nach der Geburt bin ich also sehr froh, wieder halbwegs sitzen zu können (einen minikleinen Dammriss habe ich leider davongetragen, kein Wunder, wenn in 3 Presswehen das Baby durchrauscht), auf dem Bauch zu liegen, aus dem Sessel wieder hochzukommen, nicht mehr alle halbe Stunde aufs Klo zu müssen und noch vieles mehr. Ich bin wieder ausgeglichener. Und hey: ich habe in der Schwangerschaft 10 Kilo verloren. War nicht beabsichtigt, fühlt sich aber gut an. Die Heultage sind diesmal völlig ausgeblieben.

Der Adventsjunge liegt gerade neben mir und macht Mittagsschlaf. Am Vormittag war er 5 Stunden wach und hat mit seinen immer klarer werdenden tiefblauen Augen das Geschehen um ihn herum verfolgt. In seiner ersten Lebenswoche hatte er ein bisschen Gelbsucht. Das ist aber ganz normal, da die Organe erst anfangen zu arbeiten. Die Hebamme kam ja oft und hat das beobachtet. Der Kleine hat gut getrunken und lag viel am Fenster, was gut gegen die Gelbsucht geholfen hat. Alle 2-3 Stunden hat er Hunger. Zu seinem Geburtsgewicht sind schon 400g dazugekommen. Schreien tut er nur, wenn er Hunger hat, dann aber besonders laut.
Die Geschwister sind immernoch vernarrt in ihn. Sie finden ihn süß und toll und sind ganz stolz.
Wir Eltern sind ganz entspannt, wenn auch etwas müde. Ich finde es toll, dass wir schon so erfahren sind und ganz gelassen sein können. So ist die Zeit mit einem Baby besonders schön.


Lichttherapie

Sonntag, 9. Dezember 2012

ET -4

Kann man durch Gedankenkraft eine Geburt verschieben?
In der letzten Nacht bin ich um 2.30 Uhr von einer Wehe aufgewacht und mir war etwas schlecht. Ich hatte alle 10 Minuten ordentliche Wehen. Ich startete meine Wehen-App auf dem Handy, die der Liebste mir installiert hat. Da kann man Häufigkeit, Dauer und Abstände der Wehen aufzeichnen. 2 Stunden lag ich da mit Wehen und habe mich zwischendurch über das aktuelle Weltgeschehen im In- und Ausland auf dem Laufenden gehalten und auf dem Handy quasi das Internet leergelesen.
Irgendwie passte mir das alles aber so gar nicht. Ich war müde und überlegte, dass ich bei dem Schneetreiben da draußen nicht die Hebamme anrufen wollte. Außerdem würde die Geburt wahrscheinlich bis in den Morgen dauern und dann würden die Kinder aufwachen.
Um 4.30 Uhr beschloss ich also, dass ich lieber noch ein bißchen schlafen wollte. Ich holte mir eine zweite Decke, kuschelte mich ein und schlief weiter.
Der Liebste hat heute trotzdem vorsichtshalber schonmal unsere rote Geburtsbettwäsche aufgezogen.
Geburt verschoben. Klappt.


Samstag, 8. Dezember 2012

ET -5

Piep. Nüscht los hier.
Irgendwie bin ich so gar nicht mehr hibbelig und ergebe mich meinem Schicksal.
Das Adventsbaby ist wirklich groß geworden und ich merke richtig, wie es oben und unten an der Gebärmutter anstößt. Die Gliedmaßen sind deutlich zu merken, wenn es von innen an den Wänden entlangschabt.
Also, weiter gehts mit abwarten und (Himbeerblätter-) Tee trinken.

Freitag, 7. Dezember 2012

ET -6

Piep. Alles noch wie gehabt.
Nachdem ich mit dem Mutzelchen gestern einen langen Winterspaziergang gemacht habe, hatte ich am Nachmittag schöne Wehen. Ich war etwas unruhig und habe die Möglichkeiten der Kinderbetreuung durchgespielt. Dann kam der Liebste mit Kopfschmerzen nach Hause und ich beschloss, dass eine Geburt jetzt nicht passt. Ich wollte warten, bis alle Kinder im Bett sind. Als es soweit war, waren die Wehen wieder weg. Kein Nikolauskind also.


Mittwoch, 5. Dezember 2012

ET -8

Was soll ich sagen? Alles ist ruhig hier. Mir ist fast langweilig. Bei soviel Ruhe höre ich zwangsläufig ständig in mich hinein. Es ziept und zwickt an allen Enden. Gestern Abend bohrte das Adventsbaby mit seinem Kopf ständig von innen am Muttermund rum. Holla! Das tut weh! Wo der Ausgang ist, weiß das Kind also schon. Fehlen nur noch schöne Wehen. 
Zum Zeitvertreib habe ich gestern Nikolausstiefel genäht. Das Adventsbaby hat auch schon einen eigenen bekommen. Darfst rauskommen!


Montag, 3. Dezember 2012

Piep!

Alles ruhig hier. Zu ruhig irgendwie.
Alles ist vorbereitet. Ich habe nichts mehr zu tun, als abzuwarten und in mich reinzuhorchen: Da ziept es. Da eine schöne Wehe. Geht es los? Oder doch nicht? Jetzt sind grad alle Kinder aus dem Haus. Jetzt wäre es praktisch. Oder lieber doch morgen? Heute Nacht passt es aber gar nicht. usw. usf. ...
Ich bin nur noch müde und schaffe gar nichts mehr. Ich stehe auf, dusche, frühstücke und könnte mich sofort wieder hinlegen. Der Liebste tut so viel für mich, ich könnte vor Dankbarkeit ständig heulen.
Noch 10 Tage.

Freitag, 30. November 2012

Hallo 39. Woche!

Gestern bin ich schon um 5 Uhr aufgewacht und war ganz aufgeregt. Ich weiß auch nicht, irgendwie hatte ich Bauchkribbeln und war ganz hibbelig. Ich dachte dann: das ist es jetzt. Wars dann doch nicht.
Jeden Abend habe ich (harmlose) Wehen und warte immer ganz gespannt darauf, ob die nun mehr werden oder nicht. Es zwickt auch ganz schön am Muttermund.
Heute war wieder meine Hebamme zur Vorsorge bei mir zu Hause. Nach den üblichen Punkten bat ich sie, heute doch mal nachzuschauen, wie es am Muttermund aussieht. Sie macht diese Untersuchung nie routinemäßig sondern nur nach Verlangen. Ich weiß auch, dass das Ergebnis solch einer Untersuchung nicht gerade aussagekräftig sein muss, denn bei 2 von 3 meiner Geburten hieß es noch ein paar Stunden vorher, dass da gar nichts auf eine Geburt hindeutet.
Dennoch finde ich den Befund von heute nicht schlecht: der Muttermund ist schön weich und hat sich bereits 1cm geöffnet. Die Hebamme konnte mit ihrem Finger das Köpfchen des Babys anstupsen.
Auch andere Dinge deuten auf eine Geburt in der nächsten Zeit hin: das Baby hat sein Wachstum verlangsamt und der Bauch hat sich nochmals gesenkt. Das Fruchtwasser hat etwas abgenommen, so dass sich der Bauchumfang etwas verringert hat.
Alles ist gut und richtig so. Die Hebamme meinte, das Baby wird auf keinen Fall nach dem Termin kommen, das würde sie sehr wundern. Ab morgen ist Dezember ;-)
Noch 13 Tage.

Mittwoch, 28. November 2012

Ehrgeiz

Na gut, jetzt hat mich aber der Ehrgeiz gepackt, es auf alle Fälle bis in den Dezember zu schaffen. Wäre ja blöd, wenn das Kind die ganze Zeit Adventsbaby heißt und es dann gar keins ist, nicht wahr?!
Ich spiele mit den Daten und bin gespannt: Der 02.12. 2012 sieht nett aus. Am 03.12. hat unser Teenie Geburtstag (der übrigens denselben errechneten Geburtstermin wie das Adventsbaby hatte). Er will aber keinen kleinen Bruder zum Geburtstag haben. Den 06.12. fände ich auch ganz nett. Dass der Junge dann Nikolaus heißen muss, sieht der Liebste gar nicht ein ;-) 10.12.2012 auch gut. Der Knaller wäre natürlich in diesem Jahr der 12.12.12. Und länger mache ich die ganze Sache eh nicht mehr mit.

Wie geht es mir jetzt? Laufen ist ziemlich beschwerlich. Eine Schnecke ist nix gegen mich. Ich hangel mich so durch den Tag. Seit ich letzte Woche 4 Stunden unterwegs war und nach dem Kinderabholen und zur Ballettschule fahren dem Liebsten vor Erschöpfung den Kragen nassgeheult habe, übernimmt er jetzt den Kinderabholdienst. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Es ist gar nicht so leicht, sich selber einzugestehen, wenn es nicht mehr geht, wenn man sonst gewohnt ist, alles selber zu machen.
Immerhin habe ich kein Sodbrennen mehr. Ist doch schon was. Und zunehmen werde ich jetzt wohl auch nicht mehr.
Spannend bleibt es allemal. Da die Geburten bei mir immer so rasant ablaufen, kann ich nie wissen, wie der Tag endet.
Noch 15 Tage.

Donnerstag, 22. November 2012

Hallo 38. Woche!

Ach, geh doch weg, Schwangerschaft! Nase voll? Aber wie!
Tagsüber bin ich nur noch müde, nachts kann ich nicht schlafen. Laufen geht schlecht. Abends habe ich alle 10 Minuten Wehen. 118cm Bauch trage ich mit mir herum. Und heulen könnte ich auch ständig.
Keine Sorge, das ist alles ganz normal. Und spätestens in ein paar Wochen werde ich drüber lachen. Aber jetzt will ich einfach nur noch mein Baby bekommen. Ich bin sowas von bereit.
Noch 21 Tage.

Versuch eines...

... originellen Fotos

Dienstag, 20. November 2012

Wehen

Jeden Abend. Alle 10 Minuten.
Wie soll ich denn so erkennen, dass die Geburt wirklich losgeht?
In der letzten Nacht bin ich sogar von einer Wehe aufgewacht. Die war richtig toll und hat schön gezogen. Das ist mir noch nie passiert. Am Morgen war aber alles wieder ruhig.
Tagsüber habe ich mit einer sehr schmerzenden Symphyse zu tun. Ich laufe... äh... watschle im Schneckentempo. Rutschiges, nasses Laub auf den Wegen ist mir nicht geheuer. Macht alles keinen Spaß mehr.
Noch 23 Tage.

Samstag, 10. November 2012

Status:

Weinerlich.
Seit gestern Abend bin ich irgendwie weinerlich und ziemlich schlecht drauf. Ich weiß gar nicht, woher das kommt und was ich dagegen machen kann. Ich hätte nicht gedacht, dass es jetzt schon soweit ist.
Ich weiß nur, das ich das Gefühl auch in der Endphase der letzten Schwangerschaft hatte. Interessant: auch in der letzten Schwangerschaft war ich auch um diese Zeit der Meinung, meinen Körper so langsam wieder für mich haben zu wollen.
Noch 33 Tage.

Donnerstag, 8. November 2012

Hallo 36. Woche!

Huch! Wann ist denn das passiert?
Und spätestens ab jetzt wird's anstrengend. Ich merke im Becken einen ziemlichen Druck nach unten und kann nicht mehr so schnell laufen. Ich habe zwar immernoch nicht zugenommen, aber das Baby dürfte schon an die 47cm groß und um die 3000g wiegen. Mit Fruchtwasser, Plazenta und gewachsener Gebärmutter lasten also ein paar zusätzliche Kilo direkt auf meinem Beckenboden.
Die Nächte sind schlaflos und unterbrochen von 2-3 Badbesuchen. Hunger habe ich irgendwie auch nicht besonders. So langsam hätte ich gerne meinen Körper wieder für mich.
Letzte Woche kam meine Matte für den Boden. Weil ich die letzten beiden Kinder auf dem Boden im Knien bekommen habe, wollte ich eine weiche Unterlage haben. Eine Apothekengroßbestellung mit Ölen und Tees dürfte auch bald eintrudeln. Jetzt muss nur noch das Beistellbettchen aus dem Keller geholt werden. Ab nächster Woche beginnt schon die Rufbereitschaft der Hebamme. Ab dann kann das Baby von mir aus kommen.


Dienstag, 30. Oktober 2012

Die Zeit der Schwangerschaft...

..., in der man sich ständig auf den Bauch kleckert und krümelt. Weil die Gebärmutter schon bis an die Rippen reicht, kann ich mich nicht mehr nach vorne beugen. Tue ich es trotzdem, bekomme ich meistens einen gezielten Tritt in die Rippen, weil das dem Adventsbaby anscheinend nicht gefällt.
In den letzten Tagen tun mir wieder die Symphyse und das Becken weh. Beim Laufen, Aufstehen und Umdrehen im Bett muss ich meine Bewegungen kontrollieren, denn eine unbedachte Regung bereue ich schnell.
Die Vorwehen sind noch da, aber aushaltbar. Gestern Abend kamen sie teilweise alle 5 Minuten. Ich habe dann eine extra Dosis Magnesium genommen.
Husten habe ich. Ich schätze, das kommt vom kleinen Bruder, der Kehlkopfentzündung mit Pseudokruppanfällen hatte, denn genauso fühlt sich das jetzt bei mir an: ein ständiger Reiz in Höhe der Stimmbänder. Husten mit Babykopf auf der Blase kommt nicht so gut...
Zugenommen habe ich immernoch nicht, Armbanduhr und Ehering schlackern mittlerweile. Wirklich ein Phänomen. Ich bin ganz froh darüber, wundere mich nur.
Das Adventsbaby ist weiterhin sehr agil. Der Kopf liegt unten und die Füße in meinen Rippen auf der rechten Seite.
Ab übermorgen bin ich ganz offiziell im Mutterschutz. Ich werde nochmal zu meiner Arbeitsstelle fahren und meine Schlüssel abgeben. Dann kommt meine Hebamme zur nächsten Vorsorge zu mir. Ab jetzt sehen wir uns alle zwei Wochen. In drei Wochen beginnt die Rufbereitschaft der Hebamme. Ab diesem Zeitpunkt steht sie Tag und Nacht auf Abruf für uns bereit. Dann kann das Baby zu Hause geboren werden. Sollte es vorher losgehen, müsste ich in die Klinik fahren.
Ich weiß, dass die Geburt noch nicht nahe ist, denn dafür geht es mir seelisch zu gut. In den letzten beiden Schwangerschaften war ich zum Schluss ganz weinerlich und hatte so dermaßen die Nase voll von der Schwangerschaft, dass meine Hebamme immer sagte, dass genau das die perfekte Geburtsvorbereitung ist. Erst wenn man es so richtig satt hat, ist man bereit, in die Geburt zu gehen.


Freitag, 12. Oktober 2012

32. Woche schon

Ich bin ja generell ein sehr ungeduldiger Mensch. So eine Schwangerschaft mit ihren 40 Wochen kann da ganz schön lang erscheinen. Ist sie im Nachhinein natürlich nicht. Zum Glück sind alle meine drei Kinder eher oder pünktlich zum Termin geboren und haben mich nicht warten lassen. Ich bin ganz froh, dass schon in ein paar kurzen Wochen die Rufbereitschaft unserer Hebamme beginnt. Wenn dieser Punkt erreicht ist, ist alles gut.
Vorher muss ich mal in den Keller und endlich die Unmengen an Babyklamotten durchschauen und nach oben holen. Wir haben noch alle Sachen der beiden Kleinen. Die Babysachen vom Teenie habe ich leider mal, bis auf den ersten Strampler, verkauft.
Und wie geht es mir sonst so? Gewichtszunahme: immernoch keine. Mein Hintern ist tatsächlich weniger geworden, dafür habe ich jetzt einen ganz schönen Kugelbauch, den ich mit Genuss eincreme.
Die Symphyse zickt etwas rum, ich habe manchmal das Gefühl, ich watschle wie ein Pinguin. Wenn ich vom Sitzen aufstehe, muss ich erstmal meine Beine sortieren, um voranzukommen.
Dicke Beine: nein. Dank der Strümpfe. Tolle Sache!
Haare und Nägel: wachsen schnell.
Haut: prima.
Noch 62 Tage!

Montag, 1. Oktober 2012

Sodbrennen

Ich weiß ja nun schon, was ich essen kann und was nicht. Manche Lebensmittel habe ich aber anscheinend immernoch nicht in Verdacht. Sodbrennen ist eines der fiesesten Dinge unter der Sonne. Letzte Nacht war es wieder soweit. Gegen 1 Uhr stieg dieses Brennen meine Speiseröhre hoch. Der Magen tat weh. Da hilft nur aufspringen, herumlaufen, Rennie. Rennie war alle. Also trank ich Heilerde in Wasser. Eine Stunde später trank ich Natron in Wasser. Urgs. Andere Mittel hatte ich mitten in der Nacht nicht zur Verfügung. Hinlegen konnte ich mich nicht. Ich saß aufrecht im Wohnzimmersessel und daddelte im Internet herum. Ich war hundemüde. Gegen 3.30 Uhr bin ich ins Bett gegangen. Mit hoch gestelltem Kopfteil kauerte ich äußerst rückenunfreundlich im Bett und dämmerte vor mich hin. Um 6.30 Uhr klingelte der Wecker des Liebsten.

Montag, 24. September 2012

Klapprig

Seit zwei Tagen fühlt sich mein Becken irgendwie klapprig an. Ich laufe unsicherer. Gleichzeitig habe ich in den Oberschenkeln in der Hüftgegend so ein Gefühl wie Muskelkater. Wenn ich nach dem Sitzen aufstehe, muss ich mich erstmal richten, bevor ich loslaufen kann. Alles geht ein bißchen langsamer.
Mit dem Fahrrad fahre ich noch. Das geht schneller, als in diesem Watschelgang zu laufen.
Zugenommen habe ich immernoch nicht. Anscheinend habe ich noch genügend Reserven um die Hüften.
Die Gebärmutter ist mittlerweile in der Mitte des Oberbauches, ein paar Fingerbreit unter den Rippen, angelangt. Wenn ich mich nach vorne beugen will, geht das gar nicht mehr richtig.
Die letzte Blutuntersuchung ergab einzig, dass mein Eisenspeicher fast leer ist. Nun darf ich täglich 30ml von dem leckeren roten Saft einnehmen.
Meine Fruktoseintoleranz ist leider wieder voll da. Letzte Woche musste ich in einer Wohnsiedlung mit den beiden Kleinen im Schlepptau an einem Haus klingeln und um Benutzung der Toilette bitten. Es war allerhöchste Eisenbahn!
Tagsüber bin ich müde. Wenn es aber Abend wird, werde ich immer munterer.
Und das Adventsbaby tobt und tobt. Ich staune jeden Tag darüber.
Noch 80 Tage.



Donnerstag, 13. September 2012

Hallo 28. Woche!

Wie geht's? Seit 2 Tagen habe ich das Gefühl zu watscheln. Irgendwas ist mit meinem Becken passiert.  Es zieht und ich habe das Gefühl, breitbeinger zu laufen. Wahrscheinlich macht sich jetzt das Gewicht des Babys und der wachsenden Gebärmutter mit dem Fruchtwasser bemerkbar. Ich habe bis jetzt noch nicht zugenommen. Im Gegenteil, ich liege immernoch 2 Kilo unter meinem Vorschwangerschaftsgewicht. So ging es mir zum Glück in jeder Schwangerschaft. Weil ich am Anfang so wenig Hunger verspürte, und wahrscheinlich auch wegen eines veränderten Stoffwechsels, nahm ich immer erstmal ab, diesmal 4 Kilo. Das ist aber alles ganz gut so, weil ich mit keinem geringen Gewicht starte.
Ich schlafe schlecht. 2-3mal in der Nacht bin ich wach, muss zur Toilette, spüre das tobende Baby und kann einfach nicht wieder einschlafen. Tagsüber bin ich dann natürlich müde.
Meine Haut sieht wieder richtig gut aus. Nachdem ich anfangs schlimmer als jeder Teenager aussah, ist jetzt wieder alles in Ordnung.
Die Blasenentzündung wird besser. Ich nehme Cranberry-Kapseln und trinke Cranberry-Saft. Ich beobachte meine Trinkmenge und schaffe 2 Liter am Tag. Mehr kriege ich nicht hin. Wenn ich in der Nähe einer Toilette sein kann, klappt das besser.
Die Vorwehen kommen mal mehr mal weniger, sind aber erträglich. Blöd ist es nur, wenn eine Wehe kommt und ich aber z.B. gerade jetzt aus dem Bus aussteigen muss oder ein Kind nach mir ruft. Ich kann mich unter der Wehe fast nicht bewegen, wenn ich es aber muss, bleibt der Bauch ewig hart und es piekt.
Und das Baby? Der Adventsjunge? Der ist so oft wach, wie ich es von keinem meiner Kinder in Erinnerung habe. Ich merke ihn so gut wie ganztägig. Das Erste, was ich am Morgen spüre, sind seine Tritte und das Letzte am Abend auch. Dazwischen bebt mein Bauch eigentlich ständig, außer ich bin unterwegs. Das ist sehr beruhigend, aber auch ungewohnt und manchmal sogar schon ein kleines bisschen lästig. Vor allem, wenn er gegen meine Blase tritt. Ich weiß natürlich, dass sich die Intensität der Tritte noch steigern wird, je größer er wird. Ob sich daraus auf sein Temperament schließen lässt? Ich bin ziemlich gespannt!
Noch 91 Tage!

Dienstag, 11. September 2012

Blasenentzündung

Viel trinken und das hier:


Jetzt muß ich nur mal sehen, ob sich der Saft und meine Fruktoseintoleranz vertragen.

Samstag, 8. September 2012

Die Hormone...

... machen doch ziemlich merkwürdige Sachen mit Schwangeren.
Heute am Frühstückstisch war es draußen noch etwas schummerig. Ich stelle also Kerzen auf den Tisch und zünde sie mit einem Streichholz an. Ich puste das Streichholz aus und für zwei Sekunden steigt mir dieser Streichholzgeruch in die Nase. Und zack! Da sind die Bilder der Adventszeit: Kerzen, Lichterketten, Lebkuchen, Sterne am Fenster, Weihnachtsbücher, Tee und Kuscheldecken...
Tränen steigen mir in die Augen. Denn wen erwarten wir in der Adventszeit? Unseren Adventsjungen. Hach! Noch 96 Tage!