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Sonntag, 6. Januar 2013

21 Tage

3 Wochen ist unser Adventssonntagsjunge schon bei uns.
Was soll ich sagen? Wir sind total entspannt. ER ist total entspannt. Im Grunde fällt der Kleine gar nicht auf. Er liegt immer in unserer Nähe. Ist er wach, schaut er mit seinen blauen Kulleraugen in der Gegend rum. "Es dauert immer 3 Sekunden, bis er etwas checkt." sagt der Teenie. Aber immer öfter ist dem Adventsjungen anzumerken, dass er mit seinem Blick etwas verfolgt. Wird er angesprochen, strampelt er und zieht Grimassen.
Im größten Trubel kann er einschlafen. Beim ersten Kind bin ich in der Wohnung geschlichen, um es bloß nicht zu wecken. Jetzt ist klar, Kinder schlafen am besten mit den gewohnten Geräuschen um sich herum. Und in der Nacht, wenn alles viel zu ruhig ist, ist der Adventsjunge immernoch gerne gegen Mitternacht wach. Er liegt zwischen uns auf seinem Schaffell. In seinem Beistellbettchen, das ich in der Schwangerschaft unbedingt aufgebaut haben wollte, hat er noch nicht ein Mal gelegen.
Mir geht es insgesamt richtig gut. Ich übernehme immer mehr Aufgaben im Haushalt und kann wieder die gewohnte Ordnung herstellen. Jetzt dürften so langsam meine Bauchmuskeln wieder ihre Arbeit aufnehmen, denn am Ende des Tages zwickt es etwas im Rücken. Ganz bald will ich wieder zum Aquafitness gehen. Da freue ich mich schon drauf.
Ach, ich vergaß: unsere Hebamme, die natürlich in den letzten knapp 8 Monaten eine wichtige Rolle für mich spielte, wird uns in 2 Wochen das letzte Mal besuchen. Wir werden die Zeit ihrer Betreuung rekapitulieren und zusammen auf die Geburt zurückblicken. So ein Abschied ist jedes Mal schwer für mich, denn diese Zeit gehört für mich zu den herausragendsten meines Lebens. Alle meine Hebammen haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Zeit rund um die Geburten meiner Kinder auch zu den schönsten Erlebnissen meines Lebens gehört. Ich bin so froh und dankbar, dass ich nur gute Erinnerungen haben darf und werde diese Dankbarkeit mein Leben lang in mir tragen.

Das war mein letzter Eintrag hier im Schwangerschaftsblog. Jetzt geht es wieder wie gewohnt drüben weiter. Vielen lieben Dank fürs Mithibbeln und alle guten Wünsche!

Wer mich etwas fragen möchte, darf das gerne hier tun. 


ein kurzes Bad zwischendurch

Sonntag, 30. Dezember 2012

14 Tage

14 Tage ist die Geburt unseres Adventsjungen nun schon her.

Irgendwie scheint es ewig her, dass ich jeden Abend heulend dasaß und die Geburt herbeigesehnt habe. Was war das blöd! Ich bin so froh, dass das vorbei ist. Diese Ungewissheit, dieses Zurückgeworfensein auf meinen Körper. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Ja, ja... Aber kleine und größere Zipperlein und Schmerzen an allen Ecken und Enden des Körpers, gegen die man nicht mal Medikamente nehmen darf oder will, machen das Ganze letztendlich nicht unbedingt zu einem Vergnügen.
14 Tage nach der Geburt bin ich also sehr froh, wieder halbwegs sitzen zu können (einen minikleinen Dammriss habe ich leider davongetragen, kein Wunder, wenn in 3 Presswehen das Baby durchrauscht), auf dem Bauch zu liegen, aus dem Sessel wieder hochzukommen, nicht mehr alle halbe Stunde aufs Klo zu müssen und noch vieles mehr. Ich bin wieder ausgeglichener. Und hey: ich habe in der Schwangerschaft 10 Kilo verloren. War nicht beabsichtigt, fühlt sich aber gut an. Die Heultage sind diesmal völlig ausgeblieben.

Der Adventsjunge liegt gerade neben mir und macht Mittagsschlaf. Am Vormittag war er 5 Stunden wach und hat mit seinen immer klarer werdenden tiefblauen Augen das Geschehen um ihn herum verfolgt. In seiner ersten Lebenswoche hatte er ein bisschen Gelbsucht. Das ist aber ganz normal, da die Organe erst anfangen zu arbeiten. Die Hebamme kam ja oft und hat das beobachtet. Der Kleine hat gut getrunken und lag viel am Fenster, was gut gegen die Gelbsucht geholfen hat. Alle 2-3 Stunden hat er Hunger. Zu seinem Geburtsgewicht sind schon 400g dazugekommen. Schreien tut er nur, wenn er Hunger hat, dann aber besonders laut.
Die Geschwister sind immernoch vernarrt in ihn. Sie finden ihn süß und toll und sind ganz stolz.
Wir Eltern sind ganz entspannt, wenn auch etwas müde. Ich finde es toll, dass wir schon so erfahren sind und ganz gelassen sein können. So ist die Zeit mit einem Baby besonders schön.


Lichttherapie

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Aus dem Wochenbett

Wochenbett: Eine Woche im Bett, eine Woche auf dem Bett, eine Woche um das Bett herum.

Und genau so mache ich das auch. Naja, fast. Viel zu schnell will ich wieder funktionieren, habe ein schlechtes Gewissen. Versuche, den Haushalt zu ignorieren. Will für die Kinder da sein. Will mich wieder richtig bewegen können. Würde am liebsten noch Plätzchen backen und schonmal die Weihnachtsgeschenke einpacken.
Dabei weiß ich ja, wie schnell die Zeit des Wochenbettes rum ist. Und wie oft im Leben darf ich denn noch einfach im Bett liegen bleiben und ein Baby anhimmeln? Eben.

Hier noch ein paar Gedanken:

Wenn man erzählt, dass man eine Hausgeburt plant, bekommt man von anderen Leuten immer dieselben Bedenken zu hören:

1. Aber die Sicherheit! Dazu gibt es ausreichend Belege, dass eine außerklinische Geburt nicht "gefährlicher" ist, als eine Geburt im Krankenhaus. Ich will das aber jetzt nicht genau aufdröseln.
Interessierte können sich einmal diese Seite anschauen.

2. Diese Schweinerei will ich nicht zu Hause haben! (meist von Frauen) Dazu kann ich jetzt auch was sagen. Und zwar haben wir genau ein Badetuch und zwei normale Handtücher gebraucht. Dazu einige Einwegunterlagen. Der Müll passte in eine halbe normale Mülltüte. Fertig. Schon eine Stunde nach der Geburt sah unser Schlafzimmer aus wie immer.

Und immernoch finde ich es einfach grandios, dass unser kleiner Adventsjunge den Ort seiner Geburt noch nicht verlassen musste. Er ist sehr ruhig und entspannt, was uns ganz besonders freut.