Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Aus dem Wochenbett

Wochenbett: Eine Woche im Bett, eine Woche auf dem Bett, eine Woche um das Bett herum.

Und genau so mache ich das auch. Naja, fast. Viel zu schnell will ich wieder funktionieren, habe ein schlechtes Gewissen. Versuche, den Haushalt zu ignorieren. Will für die Kinder da sein. Will mich wieder richtig bewegen können. Würde am liebsten noch Plätzchen backen und schonmal die Weihnachtsgeschenke einpacken.
Dabei weiß ich ja, wie schnell die Zeit des Wochenbettes rum ist. Und wie oft im Leben darf ich denn noch einfach im Bett liegen bleiben und ein Baby anhimmeln? Eben.

Hier noch ein paar Gedanken:

Wenn man erzählt, dass man eine Hausgeburt plant, bekommt man von anderen Leuten immer dieselben Bedenken zu hören:

1. Aber die Sicherheit! Dazu gibt es ausreichend Belege, dass eine außerklinische Geburt nicht "gefährlicher" ist, als eine Geburt im Krankenhaus. Ich will das aber jetzt nicht genau aufdröseln.
Interessierte können sich einmal diese Seite anschauen.

2. Diese Schweinerei will ich nicht zu Hause haben! (meist von Frauen) Dazu kann ich jetzt auch was sagen. Und zwar haben wir genau ein Badetuch und zwei normale Handtücher gebraucht. Dazu einige Einwegunterlagen. Der Müll passte in eine halbe normale Mülltüte. Fertig. Schon eine Stunde nach der Geburt sah unser Schlafzimmer aus wie immer.

Und immernoch finde ich es einfach grandios, dass unser kleiner Adventsjunge den Ort seiner Geburt noch nicht verlassen musste. Er ist sehr ruhig und entspannt, was uns ganz besonders freut.



Samstag, 20. Oktober 2012

Muffensausen

Und da fällt mir wieder dieser Moment ein: dieser Moment unter der Geburt, an dem ich innerlich zu Gott flehe, er möge mich und das Baby da heil rauslassen. Dieser Moment, an dem ich denke, dass ich doch total blöde sein muss, mir das nochmal anzutun. Dieser Moment, an dem ich denke, dass ich gleich zerreiße. Dieser Moment, an dem unvorstellbare und ungeheure Kräfte walten und ich diesen total ausgeliefert bin. Der Moment, an dem ich nicht weiter will, nichts mehr höre und sehe und nur noch will, dass das alles aufhört. Wo oben und unten nicht mehr existieren, nur noch diese unheimliche Schwelle, die ich mich trauen muss, zu übertreten.

Zum Glück weiß ich auch, dass dieser Moment nur Minuten vor der Geburt des Babys liegt. Nur noch ein paar Minuten durchhalten. Einatmen. Ausatmen nicht vergessen. Locker lassen. Es geschehen lassen. Mutig sein. Gleich ist es geschafft. Dann höre ich: "Der Kopf ist da!" Und dann rutscht der kleine Körper hinterher und ich darf ich dieses warme, weiche, nasse Menschlein endlich, endlich sehen und im Arm halten.

Einer der unglaublichsten Momente im Leben.

Montag, 3. September 2012

Worauf ich gespannt bin

Wird der Adventsjunge auch die schönen blauen Augen seiner Geschwister haben? Auch diese Haarfarbe? Wird er auch so gelassen sein? Werde ich ihn auch so einfach auf die Welt bringen können? Welchen Geburtstag sucht er sich aus? Wird es Tag oder Nacht sein?

Die spannendsten Fragen im Leben, finde ich.