Freitag, 24. August 2012

Viel trinken!

Die Hebamme kommt zur Vorsorgeuntersuchung. Ich mache ihr einen Kaffee und stelle ihn ihr hin. Der kleine Bruder bekommt einen Becher Wasser. Der Liebste hat das Mutzelchen vom Ballettunterricht abgeholt und setzt sich dazu. Er bekommt einen Kaffee und das Mutzelchen Rhabarber-Zisch. Wir sitzen alle beisammen und sprechen darüber, wie wichtig ausreichendes Trinken gerade in der Schwangerschaft ist. Und da fällt auf: alle anderen habe ich mit Getränken versorgt, nur mich selber nicht!

Ein typisches Beispiel für mein Leben als Mutter. Ich sorge mich um andere und komme selber zu kurz. Das ist oft so, aber im Moment gebe ich einem Lebewesen mit meinem Körper quasi eine Herberge. Für dieses kleine Lebewesen kann ich nur sorgen, indem ich auch für mich selber sorge.
Im Moment befindet sich in der Fruchtblase ca. 1 Liter Fruchtwasser, das regelmäßig erneuert wird. Zusätzlich zirkuliert eine größere Blutmenge in meinem Körper. Durch die wachsende Gebärmutter ist das Blasenvolumen eingeschränkt, ich muss öfter auf die Toilette gehen.
Ausreichend, also mindestens 2 Liter am Tag, zu trinken, ist aber gar nicht so einfach. Wenn ich in der Schule im Unterricht arbeite, komme ich nicht zum Trinken. Wenn ja, komme ich aber nicht dazu, pünktlich zur Toilette zu gehen. Die Wege zur Personaltoilette sind weit und ich kann nicht einfach im Unterricht fehlen. Deshalb trinke ich lieber nicht so oft. Ein ziemliches Dilemma. Am Abend fällt mir dann ein, dass ich noch nicht genug getrunken habe. Wenn ich das dann nachhole, muss ich in der Nacht öfters raus und komme nicht zum Schlafen. Schwierig.

Kommentare:

  1. Noch ganz kurz der Hinweis:
    man kann die versäumte Wasser-Menge nicht effektiv am Abend auf einen Rutsch getrunken nachholen. Dabei würden sich höchstens deine Nieren freuen, dass sie mal durchgespült werden.
    Deine Organe müssen aber mit Wasser versorgt werden. Das bedeutet, dass das Wasser in kleineren Mengen als 2-Liter-auf-einmal besser in die Organe transportiert werden können.

    Kann man sich vielleicht vorstellen wie ein Baum, der gegossen wird.
    Kippt man 10 Liter schlagartig auf die Erde, versickert das nach unten durch, weil der Baum das gar nicht alles auf einmal aufnehmen kann.
    Gibt mal regelmäßig einen Liter auf die Wurzeln, kann der Baum das verarbeiten, die Erde kann langsam durchfeuchten.

    Versuch doch vielleicht mal die 0,5-Liter-Flaschen Wasser. Das ist keine Menge, die einen sofort auf die Toilette bringt und ist sehr gut "dosierbar". Das hat man schnell weggetrunken, überfordert den Körper aber nicht so wie zwei Liter auf einmal.

    Und hey... du arbeitest zwar, aber du bist im Moment in erster Linie werdende Mama.
    Überleg mal, was du dir eher verzeihen kannst: einmal die Klasse verlassen, um auf die Toilette zu kommen - oder etwas unterlassen, was du und dein Baby brauchen?!
    Was da wichtiger und schwerwiegender ist, dürfte ja klar sein ;-)

    Und wenn die Personal-Toilette zu weit weg ist - es dürften demnach Schüler-Toiletten näher sein?! Warum nicht ausnahmsweise diese benutzen?! Ich denke, da spricht nichts gegen.

    Lieben Gruß,
    Cornelia

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  2. Unsere Schüler dürfen im Unterricht trinken , Wasser , weil es ebend so wichtig ist. Deshalb trinken wir Lehrerinnen auch im Unterricht Wasser .

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